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Blick über das Hochland des Soconusco.

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Auf dem Gelände gibt es ein Restaurant, dass an die alte Heimat erinnert.

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Blick über das Hochland des Soconusco.

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Kaffee mit regionaler Historie

Im Jahre 1888 wanderte der Perleberger Maschinenbauer Arthur Erich Edelmann mit seiner Frau und einigen Getreuen ins Hochland des Soconusco aus. Er folgte damit einer Einladung der mexikanischen Regierung zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und damit verbunden natürlich einer Weiterentwicklung der Wirtschaft. Das Gebiet befindet sich im Süden Mexikos an der Grenze zu Guatemala. Mit Mut, Beharrlichkeit und Risikobereitschaft gelang es ihm, zu einem Pionier in der Kaffeeproduktion zu werden. Gemeinsam mit seiner Frau, Doris Mertens, hat er quasi aus dem Nichts etwas geschaffen, das bis in die Gegenwart wirkt.

Nach dem Tod von Arthur Erich Edelmann im Jahre 1929 kehrte sein Sohn Harald 1933 aus Deutschland zurück und übernahm mit 22 Jahren die schwierige Aufgabe, die Finca weiter zu führen.

Das tat er ganz im Sinne seines Vaters. Harald Edelmann modernisierte die Finca weiter und konnte im Jahre 1939 eine Transportseilbahn in Betrieb nehmen.

     

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Arthur Erich Edelmann (Mitte) im Kreise seiner Familie und Mitstreiter.

Im zweiten Weltkrieg wurden unter anderen auch  Edelmanns enteignet und die Finca geriet unter Zwangsverwaltung. Das führte zum Rückgang der Quantität und vor allem der Qualität.

Nach Kriegsende konnten Edelmanns ihren nun maroden Besitz zurückkaufen. Durch den erhöhten Kaffeebedarf nach 1945 konnte die Finca Hamburgo schnell wieder saniert werden.

1976 starb Harald Edelmann. Sein Sohn Eberhard übernahm die schwierige Aufgabe, die Finca durch eine turbulente Zeit zu führen. In den späten achtziger Jahren kam es auf dem Weltmarkt zu einem Verfall des Kaffeepreises weit unterhalb der Produktionskosten. Viele Kaffeeproduzenten haben diese schwierige Zeit nicht überstanden und mussten aufgeben. Edlemanns hingegen fanden einen Ausweg, indem sie sich auf die Produktion und Vermarktung von sortenreinen Kaffees spezialisierten. Man setzte mehr auf Qualität und bediente so den im Entstehen begriffenen Markt des Spezialitätenkaffees. Dieser Linie ist man ist man bis heute treu geblieben. So kamen die Finca Hamburgo relativ schadlos durch die Krise. 

Blick entlang der alten Seilbahn Richtung Tal.

Im Jahre 2002 starb dann Eberhard und die Geschäfte wurden durch seinen Sohn Tomas Edelmann-Blass übernommen. Er setzt auf einen engen Kontakt zu in- und ausländischen Kunden. Über 90 % der Produktion werden in die USA exportiert. Der Rest findet Abnehmer in Europa und Japan. Viele der erwirtschafteten Gelder kommen den Arbeitern in Form von sozialen Einrichtungen (Unterkünfte, Sportplätze, weiterführende Schulbildung, Krankenstation, Elektrizität in allen Wohnbereichen) zu Gute.

Die Coffeetales Hamburgo S.A. de C.V. besteht heute aus mehren Fincas. Das sind die Finca Hamburgo, die Finca Chiripa und die Finca Sonora. Auf ca. 290 ha wird heute Kaffeeangebaut. 80 feste und ca. 500 Saison-Kräfte finden dabei Beschäftigung. Produziert werden ca. 500 - 700 t Rohkaffee, vorrangig die Sorten Catuai, Pacamara, Maragogype, Mundo Nuovo und Bourbon. Die feinen Kaffees zeichnen sich durch eine feine Säure und frischen Zitrusnoten aus. Bei uns ist der Kaffee unter dem Namen Prignitzperle erhältlich.

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Blick über die Kaffeepflanzen zur Finca Hamburgo.